Peyerl - Figure 12
Comprehensive model input parameters for NIPPV (AVAPS-AE) versus No NIV
Diese Abbildung veranschaulicht detailliert die Komplexität der Input-Parameter für die Interessengruppen Krankenhaus und Lieferanten medizinischer Geräte für Patienten unter nicht-invasiver Überdruckbeatmung gegenüber keiner nicht-invasiven Beatmung.
Wenn wir uns die beiden linken Spalten in der Abbildung ansehen, dann entstehen dem Krankenhaus für Patienten, die keine nicht-invasive Beatmung erhalten, keine Kosten in Zusammenhang mit der Anschaffung von Geräten für Patienten, da eben kein Gerät angeschafft wird; und genausowenig entstehen dem Krankenhaus Kosten für die Anschaffung von Geräten für die nicht-invasive Überdruckbeatmung. Allerdings entstehen im Zusammenhang mit Wiedereinweisungen durchaus Kosten, die, basierend auf einer Vielzahl von Quellen, durchschnittlich 9200 USD pro Patient pro Wiedereinweisung betragen. Es muss jedoch die Zahl der Hospitalisierungen pro Patient pro Jahr berücksichtigt werden, und diese betrug 3,2 für die Population ohne nicht-invasiver Beatmung und 0,16 für die Population mit nicht-intensiver Überdruckbeatmung. Von diesen Wiedereinweisungen erfolgen Schätzungen zufolge 7 % in den ersten 30 Tagen, und das Krankenhaus würde keinerlei zusätzliche Kostenerstattungen für Wiedereinweisungen erhalten, die in diesem 30-Tage-Fenster erfolgen. Dagegen würden Einweisungen, die außerhalb des 30-Tage-Fensters erfolgen, als neue Behandlungseinheit angesehen werden, für die die Kosten erstattet werden würden.
Eine Split-Night-Schlafstudie ist mit Kosten verbunden, die auf 2500 USD geschätzt wurden, und diese Kosten würden sowohl bei einer Behandlung ohne nicht-invasive Beatmung als auch mit nicht-invasiver Überdruckbeatmung anfallen. Allerdings waren keine Schlafstudien erforderlich, daher trifft dieser Kostenpunkt nicht zu.
Die ermittelte Mortalitätsrate für die Jahre 0 bis 3 betrug 29 % für Patienten ohne nicht-invasive Beatmung gegenüber 18 % für Patienten mit nicht-invasiver Überdruckbeatmung. Die Abbruchrate wurde für beide Populationen auf ungefähr 17 % geschätzt; es ist noch offen, ob unterschiedliche Technologien tatsächlich zu einer größeren Adhärenz führen und dadurch die Abbruchrate senken können, aber in diesem Modell wird angenommen, dass die Abbruchraten vergleichbar sind.
Die zweite Säule betrachtet den Lieferanten medizinischer Geräte, und es entstehen wiederum keine Anschaffungskosten für Patienten ohne nicht-invasive Beatmung. Bei der nicht-invasiven Überdruckbeatmung entstehen dagegen Anschaffungskosten für das Gerät, das MSRP, die sich auf 17.600 USD belaufen. Es entstehen Einrichtungskosten von etwa 500,00 USD. Reparatur- und Ersatzkosten nach Ablauf der Garantie betragen im Durchschnitt für jedes Gerät ungefähr 14,00 USD pro Gerät, und die Kosten für Zubehör bewegen sich im Bereich von etwa 1000 USD.
Die Wiedereinweisungsraten sind hier dieselben wie die für das Krankenhaus gezeigten. Allerdings entstehen Kosten für die unterstützende Behandlung, die normalerweise für diese Patienten unter häuslicher Beatmung geleistet wird, insbesondere für Patienten, die mit nicht-invasiver Überdruckbeatmung behandelt werden, und diese Kosten werden auf etwa 1900 USD pro Patient pro Jahr geschätzt.
Für die Lieferanten medizinischer Geräte wurden dieselben Mortalitäts- und Abbruchraten wie für die Krankenhäuser ermittelt. Hinsichtlich der Erstattung (rechte Säule) zählen wiederum erneute Behandlungen außerhalb des 30-Tage-Fensters als neue Behandlungseinheiten, die in derselben Höhe erstattet werden wie eine stationäre Behandlung dieser Patienten, d. h. mit ungefähr 9200 USD. Wenn die Kosten, die für die genannten, innerhalb von 30 Tagen erfolgenden Wiedereinweisungen nicht erstattet werden, gemittelt werden, liegt die durchschnittliche Kostenerstattung tatsächlich eher bei 8500 USD pro Patient. Die Höhe dieser Erstattung ist dieselbe, unabhängig davon, ob die Patienten eine nicht-invasive Überdruckbeatmung oder keine nicht-invasive Beatmung erhalten.
Schließlich umfasst die Perspektive des Lieferanten medizinischer Geräte die Erstattung, die der Lieferant für das Gerät erhalten würde. Basierend auf der Abrechnungsordnung des CMS (Center for Medicare and Medicaid Services) beträgt diese ungefähr 1600 USD pro Jahr pro Gerät, das in Betrieb ist.
